TORSTEN

TORSTEN

Aus dem Leben eines Hochstaplers / Uraufführung eines Theatertextes von Lothar Trolle

Ist es die Kindheit? Sind es die Drogen? Oder ist es einfach die Lust, so einer wie Ulenspiegel zu sein? Das neueste Theaterstück des renommierten Dramatikers Lothar Trolle ist ein ebenso abenteuerlich-aberwitziger wie tragikomischer On-The-Road-Bericht des berühmtesten Hochstaplers Ostdeutschlands – Torsten Schmitt. Eine Spielerin und zwei Spieler durchleben für Torsten alles noch einmal: die Dakotas im Garten bei Dessau, die verbotene Nazi-Dachkammer des Opas, das DDR-Spezialkinderheim in Plau am See, die Flucht, die Fremdenlegion, die Drogen, das Alter Ego Dr. Becker vom Auswärtigen Amt, den MTV-Promoter in Budapest, den Organisator des Nato-Gipfels in Mecklenburg-Vorpommern und den Absturz in die Mülltonne. Selbst Freunde der Pathologisierung kommen nicht zu kurz, denn das Ulenspiegel-Syndrom entfaltet sich vor den Zuschauern, als wären sie empathische Therapeuten. Ein postdramatisches Biopic in Szene gesetzt von Theater AGGREGATE inklusive Sounds von Bernd Jestram.

Schauspiel: Astrid Kohlhoff, David Jeker, Stefan Ebeling / Regie: Silvio Beck / Musik: Bernd Jestram (TARWATER) / Kostüme: Sascha Antonia von Oettingen

Zukünftige Termine: THEATERDISCOUNTER Berlin, Termine demnächst…

Premiere/Uraufführung: 13. Dezember 2019; weitere Vorstellungen: 14., 27., 28. Dezember 2019 / 10., 11. Januar 2020 und 07., 08. Februar 2020; Spielort: WUK Theater Quartier am Holzplatz 7a, Halle Saale

Das Projekt wurde gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle. Die Niederschrift des Textes wurde gefördert durch die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und die Kloster Bergesche Stiftung. Theater AGGREGATE dankt dem Kooperationspartner WUK Theater Quartier und den Förderern.

Fotos: René Schaeffer

Pressestimmen:

Mathias Schulze (Mitteldeutsche Zeitung) findet das Stück: „Rasant, intensiv, anspielungsreich.“ Er schreibt: „Ein sehenswertes Stück und ein Action-Spektakel. Während man der erzählten Geschichte folgt, bleibt kaum Zeit, um die Atmosphäre aufzusaugen. Doch nach den 100 Minuten bleiben die Fragen umso nachhaltiger: Was bedeutet Selbstverwirklichung? Wer entscheidet darüber, wann die Hybris und das Scheitern beginnt? Wie viele Identitätszersplitterungen als Folgen eines Systemabsturzes sind noch unerzählt?“ MZ, 19.12.2019

Marianne Heukenkamp (hallesche störung) empfiehlt: „Es lohnt sich schon wegen Aggregate hinzugehen: Wie immer genau­es, facettenreiches, kluges Spiel.“ hallesche störung, 15.12.2019