Aggregate

…gründeten sich 2016, leben und arbeiten in Halle Saale, Berlin und anderswo und bestehen im Kernteam aus der Schauspielerin Astrid Kohlhoff und dem bildenden Künstler, Bühnenbildner und Regisseur Silvio Beck.

Kooperationspartner sind derzeit der Regisseur, Autor und Musiker Christian Fries/ensemble neubau, der Schauspieler und Regisseur Stefan Ebeling/TheaterschaffT Leipzig, die Akademie der Künste Sachsen-Anhalt und das WUK Theater Quartier Halle.

Spielorte: WUK Theater Quartier Halle, Studio Halle, Theater im Pumpenhaus Münster, LOFFT-DAS THEATER Leipzig, Theaterdiscounter Berlin.

Projekte

TORSTEN

Aus dem Leben eines Hochstaplers

von Lothar Trolle

Ist es die Kindheit? Sind es die Drogen? Oder ist es einfach die Lust, so einer wie Ulenspiegel zu sein? Das neueste Theaterstück des renommierten Dramatikers Lothar Trolle ist ein ebenso abenteuerlich-aberwitziger wie tragikomischer On-The-Road-Bericht des berühmtesten Hochstaplers Ostdeutschlands – Torsten Schmitt. Eine Spielerin und zwei Spieler durchleben für Torsten alles noch einmal: die Dakotas im Garten bei Dessau, die verbotene Nazi-Dachkammer des Opas, das DDR-Spezialkinderheim in Plau am See, die Flucht, die Fremdenlegion, die Drogen, das Alter Ego Dr. Becker vom Auswärtigen Amt, den MTV-Promoter in Budapest, den Organisator des Nato-Gipfels in Mecklenburg-Vorpommern und den Absturz in die Mülltonne. Selbst Freunde der Pathologisierung kommen nicht zu kurz, denn das Ulenspiegel-Syndrom entfaltet sich vor den Zuschauern, als wären sie empathische Therapeuten. Ein postdramatisches Biopic in Szene gesetzt von Theater AGGREGATE inklusive Sounds von Bernd Jestram (TARWATER).

Premiere / Uraufführung: 13. Dezember 2019 / weitere Vorstellungen: 14. , 27. , 28. 12. 2019 / 10. , 11. 1. 2020 / 7. , 8. 2. 2020 / jeweils 20 Uhr / WUK Theater Quartier am Holzplatz 7a, Halle Saale

Theaterdiscounter Berlin: Do 28., Fr 29., Sa 30. Mai 2020 / jeweils 20 Uhr

Schauspiel: Astrid Kohlhoff, David Jeker, Stefan Ebeling
Regie: Silvio Beck
Kostüme: Sascha Antonia von Oettingen
Musik: Bernd Jestram (Tarwater)

Das Projekt wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle. Die Niederschrift des Textes wurde gefördert durch die Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und die Kloster Bergesche Stiftung. Theater AGGREGATE dankt dem Kooperationspartner WUK Theater Quartier und den Förderern.

Pressestimmen:

Mathias Schulze (Mitteldeutsche Zeitung) findet das Stück: „Rasant, intensiv, anspielungsreich.“ Er schreibt: „Ein sehenswertes Stück und ein Action-Spektakel. Während man der erzählten Geschichte folgt, bleibt kaum Zeit, um die Atmosphäre aufzusaugen. Doch nach den 100 Minuten bleiben die Fragen umso nachhaltiger: Was bedeutet Selbstverwirklichung? Wer entscheidet darüber, wann die Hybris und das Scheitern beginnt? Wie viele Identitätszersplitterungen als Folgen eines Systemabsturzes sind noch unerzählt?“ MZ, 19.12.2019

Marianne Heukenkamp (hallesche störung) empfiehlt: „Es lohnt sich schon wegen Aggregate hinzugehen: Wie immer genau­es, facettenreiches, kluges Spiel.“ hallesche störung, 15.12.2019

 

TALK ABOUT LOVE

oder
die beinahe unlösbaren Widersprüche
der Liebe und des Kapitalismus

Eine Spielerin, ein Spieler.
Eine Frau, ein Mann.
Eine Bühne für Zwei.
Erfolgreich verhindern sie in 5 Akten ein romantisches Rendezvous.
Sie ziehen sich gegenseitig in den aktuellen „Krieg der Geschlechter“ (Eva Illouz).
Sie befragen die kulturellen Codes der Liebe und ihre eigenen Lebensstrategien.
Sie wollen etwas verstehen, aber nichts verlieren.
Sie stürzen aufeinander zu und weichen aus.
Benutzen sie das Spiel, um sich auf Abstand zu halten?
Dauer, Geborgenheit, Liebe?
In Zeiten des Kapitalismus?
Ist es Nacht oder früher Morgen?

Schauspiel/Performance: Astrid Kohlhoff & Stefan Ebeling
Regie: Silvio Beck
Musikalische Leitung: Stefan Ebeling
Choreografie: Ellen Brix

Premiere: 08. Mai 2019 / weitere Vorstellungen: 09. und 10. Mai 2019 / jeweils 20 Uhr

Spielort: WUK Theater Quartier am Holzplatz 7a, Halle Saale
Tickets: 15 / 9 erm.
Eine Produktion von AGGREGATE in Kooperation mit WUK Theater Quartier
Gefördert von der Stadt Halle

Pressestimmen:

Mike Haendler schreibt in der Mitteldeutschen Zeitung und auf focus online: „Als Spielfläche hat Regisseur Silvio Beck die Umkehr von Kasimir Malewitschs schwarzem Quadrat auf weißem Grund gewählt. Dort findet der Kampf der Geschlechter statt, stets am dunklen Abgrund. … Kohlhoff und Ebeling ziehen sämtliche Register der menschlichen Gefühlswelt. Impulsiv, wütend und nachdenklich debattieren sie die Szenen ihrer erstorbenen Liebe. … Der Mythos Liebe bleibt in der zeitgenössisch angesagten individuellen Verwirklichung ein Widerspruch in sich selbst. Das ist die Quintessenz des Dramas. Der lange anhaltende Applaus fegte jegliche Zweifel für die Relevanz des Themas hinweg. Das Gespräch über die Liebe bleibt aktueller denn je.“

WUNSCHMASCHINEN

Performer der Krise

Eine Spielerin und zwei Spieler bauen mit fast nichts ein Energiefeld auf, in dem sie ihre aktuelle Lebenssituation befragen. Sie entdecken sich als Performer tief verinnerlichter Marktgesetze: sei dein eigenes Unternehmen, sei kreativ, sei eine Ressource! Sie hängen in einer sozialen Situation fest, welche Konflikte des Marktes in die Innen-Perspektiven des Du-kannst-es-schaffen-wenn-Du-nur-willst outsourct. Doch ihre anarchische Wunschenergie, welche sich mit der ganzen Welt verbinden will, hier und jetzt, lässt sie heiß laufen, stocken, erinnern und nach neuen Gefügen suchen. Ob allein, zu zweit oder zu dritt, mit vollem Körpereinsatz oder aus fast bewegungsloser Stille: sie werden Revolte in sich selbst.
Aggregate und Gäste laden zu einem persönlichen und zugleich diskursiven Theaterabend ein, dessen Impuls von dem französischen Philosophen Gilles Deleuze ausgeht: Wunschmaschinen.

Fotos: René Schäffer

Schauspiel: Astrid Kohlhoff; Jörg Petzold; Jan Uplegger
Regie: Silvio Beck
Choreografie: Ellen Brix
Regie-Assistenz: Silvia Witte
Technik: Sven Suppan

Pressestimmen:

Andreas Montag (Mitteldeutsche Zeitung) schreibt: „Spannend, rührend, komisch und auch mal bitterböse geht es bei der Gruppe Aggregate zur Sache: das gute Leben als Wunschprogramm. Wovon hat man in Kindertagen geträumt, wie viel ist davon erhalten geblieben in den Abtötungsprozessen der Alltagsroutine? Welcher Anspruch hat über die Jahre Bestand, wie wurstelt man sich notgedrungen durch und wird am Ende depressiv dabei? … In der Regie von Silvio Beck erzählen und spielen Astrid Kohlhoff, Jörg Petzold und Jan Uplegger persönliche Geschichten von gesellschaftlicher Tragweite. Und sie tun es alle drei hervorragend. Hier wird also kein Drama im herkömmlichen Sinne einer konfliktbeladenen Handlung mit gutem oder wahlweise tragischem Ende aufgeführt. Vielmehr geht es um einen immer wieder unterbrochenen und oft aus Angst vor Konsequenzen verweigerten Diskurs über Chancen und Risiken, Aufbrüche und Zwänge – Zweifel an der Richtigkeit der eigenen Position inklusive. …, immer spiegelt dieses Spiel das fragile Ich gedankenscharf an der Realität des real existierenden Kapitalismus. Nicht nur, wenn Astrid Kohlhoff ihre prekäre Lage als freie Schauspielerin mit einem Streik gegen ihre Arbeitgeberin, also sich selbst, persifliert und auf die Spitze treibt, ist man bei Wunschmaschinen auf der Höhe der Zeit.“

Spielort: Studio Halle, Waisenhausring 8-9, 06108 Halle (Saale)
24., 25., 26., 27., 30., 31. Mai und 01., 02. Juni 2018 / 20.00 Uhr
Karten an der Abendkasse; Vorverkauf: Online-Ticketshop Kulturfalter; Theater, Oper und Orchester GmbH Halle; alle VVK-Stellen
Förderer: Land Sachsen-Anhalt; Stadt Halle; Lotto Sachsen-Anhalt

PROUST 3 / 267-435

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

 
„Dissen“, das Wort, ist neu. Die Sache alt. Das Jahrhundertwerk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ des Franzosen Marcel Proust ist voll von hellsichtigen Beschreibungen dieses Vorgangs. Das Projekt stellt den Gesellschaftsanalytiker Proust in den Mittelpunkt. Wie behaupten Menschen ihren Status? Welche Rolle spielen Beruf, Ethnie, Religions- und Geschlechterzugehörigkeit, sexuelle Präferenz im Kampf um die soziale Existenz! Prousts klatsch- (und comic-) verdächtigen Schilderungen aus den Salons der Pariser Gesellschaft um 1900, seine Schilderung der Beziehung zwischen einem jungen Bürgerlichen und dem Adligen Charlus, der seine homosexuellen Wünsche nur in zornig-zärtlichen Herrschaftsansprüchen zu äußern vermag, sowie Prousts für damalige Zeit ungewöhnlich offene Diskussion schwuler Lebensformen in „Sodom und Gomorrha“ werden zum Gegenstand einer experimentellen Theaterarbeit.
Fotos: René Schäffer

Schauspiel: Astrid Kohlhoff, Verena Noll, Stefan Ebeling, David Fischer / Regie, Musik: Christian Fries / Bühne, Kostüme, Live-Kamera: Silvio Beck

„Das vierköpfige Ensemble… zieht über jeden her, der gerade nicht in Hörweite ist. Die Herren üben sich in nationaler Gesinnung, während die Damen sich durch die Hautevolee lästern. Chorisches Sprechen, sich verselbstständigende Gliedmaßen… sorgen für Komik und machen den ironischen Ton der literarischen Vorlage für das Publikum sinnlich erlebbar… eine ebenso gelungene wie kurzweilige Milieustudie.“
Westfälische Nachrichten Münster

zurückliegende Veranstaltungen:

Premiere war am 26. Januar 2018, 20 Uhr im LOFFT-DAS THEATER Leipzig, weitere Vorstellungen im LOFFT fanden am 27. und am 28. Januar 2018 statt www.lofft.de

im Theater im Pumpenhaus Münster am 28. Februar und am 2. und 3. März, am 11. und 12. Mai 2018  www.pumpenhaus.de

und im THEATERDISCOUNTER Berlin am 24., 25. und 26. Oktober 2018, jeweils 20 Uhr
www.theaterdiscounter.de

Eine Produktion von neubau + AGGREGATE in Kooperation mit TheaterschaffT Leipzig, dem Theater im Pumpenhaus Münster und dem LOFFT-DAS THEATER Leipzig

www.christianfries.info

www.theaterschafft.de

Gefördert durch: Kulturamt der Stadt Münster, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Stadt Leipzig

 

Termine

TORSTEN

von Lothar Trolle

Premiere / Uraufführung: 13. Dezember 2019 / weitere Vorstellungen: 14. , 27. , 28. 12. 2019 / 10. , 11. 01. 2020 / 07. , 08. 02. 2020 / jeweils 20 Uhr

Spielort: WUK Theater Quartier am Holzplatz 7a, Halle Saale

Karten unter: WUK Theater

Theaterdiscounter Berlin: Do 28., Fr 29., Sa 30. Mai 2020 / jeweils 20 Uhr

 

 

Kontakt

info(at)theater-aggregate.de
silviobeck(at)gmx.de